Gaming gehört zu den liebsten Hobbys der Deutschen und junger Leute überall auf der Welt. Viele angehende Studenten träumen davon, ihre Leidenschaft in diesem globalen Milliardenmarkt zum Beruf zu machen. Was sie abschreckt, ist jedoch oft der Ruf des wahnsinnigen Wettbewerbs. Sie hören immer wieder, dass die Welt des Gamings übersättigt sei, dabei suchen viele große und kleine Produktionen händeringend nach talentiertem Nachwuchs, der bei ihnen einsteigt und mit ihnen den nächsten großen Titel entwickelt. Ist man kreativ und technisch begabt, ist dieser Karriereweg also durchaus die Investition des Studiums wert.
Studieninhalte und Anforderungen
Wer sich für ein Game Design Studium entscheidet, steht vor einer enormen Auswahl an verschiedenen Angeboten, denn der Studiengang wird heute sowohl an staatlichen als auch an privaten Hochschulen angeboten. Allerdings variieren die Qualität und auch die Spezialisierung der Studieninhalte, also zum Beispiel ein Schwerpunkt auf Engineering oder auf Storytelling, stark. Informiert man sich vorab genau darüber, welche Schwerpunkte zu einem passen und in welche Richtung man sich in welchem Studiengang entwickeln kann, wählt man von Anfang an die theoretische und praktische Basis dafür, in der Branche Fuß zu fassen und eine beeindruckende Karriere hinzulegen. Da Game Design Elemente aus den Bereichen Kunst, Informatik, Psychologie und Wirtschaft vereint, muss man kein Mathe-Genie sein, aber dennoch logisches Denken und eine gute Portion Durchhaltevermögen mitbringen. Denn Bug-Fixing ist ein elementarer Teil des Studiums und des Arbeitsalltags.
Karriereaussichten und Gehalt
Nun könnte man meinen, dass die meisten Jobs eher in den USA oder in Asien zu finden sind, doch tatsächlich ist Deutschland ein starker Standort für Game Design. Gerade große Städte wie Berlin, Hamburg und München haben sowohl Indie-Studios als auch große Player. Hier kann man als Level Designer, System Designer, Questwriter oder Technical Artist einsteigen und sich in der Firma weiterentwickeln. Die Einstiegsgehalter sind solide, hängen aber sehr stark davon ab, wie groß das Studio ist, denn nicht jeder Indie-Produzent kann das bieten, was die großen Studios versprechen. Dafür erhält man gerade bei ihnen einen tiefen Einblick in verschiedene Aspekte des Game Designs und hat oft mehr Möglichkeiten, kreativ zu arbeiten. Um einen dieser Jobs zu ergattern, braucht man ein gutes Portfolio. Man sollte also unbedingt schon während des Studiums Projekte, die sogenannten Game Jams, sammeln und entsprechend aufarbeiten.
Finanzierung und Studentenleben
Bei der Wahl der Hochschule sollte man sich auch intensiv mit den Gebühren beschäftigen, denn private Anbieter können sehr teuer sein. Mit Stipendien und Bildungsfonds sind aber auch sie erschwinglich, weshalb es sich lohnt, sich vorab gründlich zu informieren und sich auf diese Gelder zu bewerben. Außerdem ist ein leistungsstarker Laptop das wichtigste Werkzeug im Game Design Studium. Solche Hardware lässt sich vor allem mit Studentenrabatten bezahlbar machen. Am Ende des Tages handelt es sich beim Game Design um ein anspruchsvolles Studium für Macher. Wer bereit ist, auch abseits des Bildschirms hart zu arbeiten, hat beste Chancen in einer zukunftssicheren Kreativbranche, die das Hobby zum Beruf machen und einen tagtäglich in die Welt des Gamings eintauchen lässt.